EU-Wahl: massive Proteste danach sind vorprogrammiert

krisenfrei

Griechenlands Rückkehr an den Kapitalmarkt: Ich sehe was, was du nicht siehst

von TF (opni)

Mit Griechenland ist Anfang April auch der letzte Euro-„Krisenstaat“ an den internationalen Kapitalmarkt zurückgekehrt. So weit, so gut. Die Frage ist nur – für wen?

Es kommt selten vor, dass eine sozialwissenschaftliche Theorie in der Lage ist, gesellschaftspolitische Phänomene und Problemstellungen passgenau zu erklären. Im Falle der öffentlichen Berichterstattung über die Rückkehr Griechenlands an den internationalen Kapitalmarkt bedarf es jedoch nicht einmal eines gesamten Theoriegebäudes. Es genügt das Konzept der „symbolischen Gewalt“ des französischen Soziologen Pierre Bourdieu.

Unter „symbolischer Gewalt“ versteht Bourdieu „[…] jene Gewalt, die, indem sie sich auf die ‚kollektiven Erwartungen‘ stützt, auf einen sozial begründeten und verinnerlichten Glauben, Unterwerfungen erpreßt, die als solche gar nicht wahrgenommen werden”[1]. Symbolische Gewalt ist gekennzeichnet durch die Anerkennung und gleichzeitige Verkennung von Herrschaftsverhältnissen.[2] Sie manifestiert sich in der Alltagssprache, den Kommunikationsbeziehungen…

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