Russland: Tanz der Papiergeldjongleure

krisenfrei

von Henning Lindhoff (ef-magazin)

Das geopolitische Spiel wird auf dem Devisenmarkt gefochten

16. Mai 2014

Wie die russische Nachrichtenagentur „Stimme Russlands“ heute berichtet, hat die Moskauer Zentralbank ihren Bestand US-amerikanischer Staatsanleihen bereits im vergangenen März massiv auf einen Wert von 100,4 Milliarden Dollar reduziert – der niedrigste Stand seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008.

Chris Weafer, Mitbegründer der in Russland engagierten Beratungsgesellschaft Macro Advisory, sieht darin Russlands Reaktion auf Drohungen und Sanktionen aus dem Westen. Die Vermögensreserven könnten über den Verkauf an loyale Mittelsmänner allerdings auch schlicht umgelagert worden sein, um zukünftige Sanktionen zu umgehen.

Nach offizieller Lesart sprang im vergangenen März die Belgische Nationalbank als Käufer der vakanten US-Staatsanleihen auf. Die Zentralbank soll ihre diesbezüglichen Bestände um 40,2 Milliarden Dollar aufgestockt haben. Allein seit August 2013 soll sie US-Staatsanleihen im Wert von sage und schreibe 214,6 Milliarden Dollar angekauft haben. Doch angesichts aktueller volkswirtschaftlicher…

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