HSH-Nordbank-Freispruch: Ein Fall von Klassenjustiz

krisenfrei

Von Ulrich Rippert (wsws)

„Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“, sagt der Volksmund und bringt damit den Klassencharakter der Justiz auf den Punkt. Das Urteil im HSH-Nordbank-Prozess liefert ein anschauliches Beispiel für die Weigerung der Justiz, die kriminellen Machenschaften der Finanzaristokratie zu ahnden.

Das Hamburger Landgericht hat am Mittwoch alle sechs ehemaligen Vorstandsmitglieder der HSH Nordbank freigesprochen. Unter anderem war dem früheren Finanzchef Dirk Jens Nonnenmacher und Ex-Chef Hans Berger Untreue in einem besonders schweren Fall vorgeworfen worden. Zudem waren der frühere Kapitalmarkt-Vorstand Jochen Friedrich und Nonnenmacher wegen Bilanzfälschung angeklagt.

Während des Gerichtsverfahrens, das ein ganzes Jahr dauerte, bestätigte sich, dass die angeklagten Vorstandsmitglieder der Bank in völlig verantwortungsloser Weise gehandelt, sich über Rechtsnormen hinweggesetzt und Bilanzen frisiert hatten und für Verluste in mehrstelliger Millionenhöhe verantwortlich waren.

Die beiden Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein stellten als Haupteigner der HSH Verlustgarantien in Höhe von 10 Milliarden Euro…

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